Magen & Darm

Verstopfung

Verstopfung zeigt sich durch seltenen, harten oder mühsamen Stuhlgang und kann oft mit ausreichend Zeit, Bewegung, Flüssigkeit und angepassten Ballaststoffen gebessert werden.

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Schale Haferflocken mit Milch
Ballaststoffreiche Kost bringt die Verdauung in Schwung. Foto: Daria Nepriakhina 🇺🇦 / Unsplash

Erkennen

Was mit Verstopfung gemeint ist

Nicht jeder Mensch hat täglich Stuhlgang. Entscheidend sind Veränderungen und Beschwerden: Der Stuhl ist ungewöhnlich hart, lässt sich nur unter starkem Pressen entleeren oder es bleibt das Gefühl einer unvollständigen Entleerung. Auch deutlich seltenere Toilettengänge als gewohnt können dazugehören.

Vorübergehende Verstopfung entsteht etwa durch wenig Bewegung, veränderte Essgewohnheiten, Reisen oder zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. Medikamente können ebenfalls eine Rolle spielen, darunter manche Schmerzmittel, Eisenpräparate oder entwässernde Mittel. Länger anhaltende Beschwerden haben verschiedene mögliche Ursachen und sollten nicht allein durch Selbstdiagnose erklärt werden.

Alltag

Den Darm behutsam unterstützen

Nehmen Sie sich für den Toilettengang Zeit und unterdrücken Sie den Stuhldrang nicht. Regelmäßige Bewegung kann die Darmtätigkeit unterstützen. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte sind sinnvoll, sollten aber schrittweise gesteigert werden. Eine plötzliche große Menge kann Blähungen verstärken. Dazu gehört ausreichend Flüssigkeit, sofern medizinisch keine Trinkmengenbegrenzung besteht.

Eine kleine Fußstütze kann eine günstigere Sitzhaltung ermöglichen. Starkes und langes Pressen ist nicht hilfreich. Prüfen Sie mit Arztpraxis oder Apotheke, ob ein Medikament die Beschwerden auslösen könnte, setzen Sie es aber nicht selbst ab.

Quellmittel wie Floh- oder Leinsamen brauchen genügend Flüssigkeit und Abstand zu manchen Arzneimitteln. Bei Schluckstörungen oder einem möglichen Darmverschluss sind sie ungeeignet. Eine drastische Ballaststoffsteigerung hilft zudem nicht bei jeder Form von Verstopfung. Wenn Völlegefühl und Schmerzen zunehmen, ist fachlicher Rat besser als immer weitere Selbstversuche. Ein Stuhltagebuch kann der Arztpraxis nützliche Informationen liefern.

Beratung

Abführmittel und Apothekenberatung

Die Apotheke kann nach Dauer, Begleitsymptomen, Erkrankungen und Medikamenten fragen und ein geeignetes Vorgehen empfehlen. Verschiedene Abführmittel wirken unterschiedlich und passen nicht für jede Person. Auch pflanzliche Präparate können Neben- und Wechselwirkungen haben. Eine regelmäßige oder längerfristige Einnahme sollte fachlich begleitet werden. Bei Kindern, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Nieren- oder Herzerkrankungen ist eine individuelle Rücksprache besonders wichtig.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann untersucht werden sollte

Lassen Sie neu aufgetretene, anhaltende oder wiederkehrende Verstopfung ärztlich abklären. Blut im Stuhl, schwarzer Stuhl, Fieber, unbeabsichtigter Gewichtsverlust, Blutarmut, nächtliche Beschwerden oder ein Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall sind Warnzeichen. Gleiches gilt bei starken Schmerzen oder wenn die Beschwerden nach Beginn eines neuen Medikaments auftreten. Plötzliche kolikartige Schmerzen, Erbrechen, ein stark geblähter Bauch und fehlender Windabgang verlangen sofortige Hilfe.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

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