Haut & Allergien

Akne

Akne von einzelnen Pickeln unterscheiden, die Haut reizarm pflegen und Narbenrisiken rechtzeitig ärztlich abklären.

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Person trägt Pflege auf die Wange auf
Sanfte Reinigung und nicht komedogene Pflege entlasten die Haut. Foto: Laura Jaeger / Unsplash

Erkennen

Akne oder einzelne Unreinheiten?

Akne entsteht, wenn Talgdrüsengänge verstopfen und sich entzünden. Offene Mitesser haben einen dunklen Punkt, geschlossene wirken hell. Dazu können rote Knötchen, eitergefüllte Pusteln und tiefer liegende schmerzhafte Knoten kommen. Typische Stellen sind Gesicht, Brust, Schultern und Rücken. Anders als ein einzelner Pickel kehren die Veränderungen über längere Zeit wieder.

Plötzlich auftretende gleichförmige Pusteln können auch durch Arzneimittel, Kosmetik, Reibung oder eine Entzündung der Haarwurzeln entstehen. Ein Ausschlag um Mund und Nase, der brennt oder schuppt, ist nicht automatisch Akne. Tiefe Knoten in Achseln oder Leisten passen ebenfalls nicht zur gewöhnlichen Akne. Eine fachliche Beurteilung verhindert, dass die falsche Behandlung die Haut zusätzlich reizt.

Alltag

Schonender Umgang mit der Haut

Akne ist kein Zeichen mangelnder Sauberkeit. Häufiges Waschen, grobe Peelings und alkoholreiche Gesichtswässer können die Hautbarriere schädigen. Meist reicht eine sanfte Reinigung morgens und abends sowie nach starkem Schwitzen. Pflege, Sonnenschutz und Make-up sollten als nicht komedogen gekennzeichnet sein, also Poren möglichst wenig verschließen. Neue Produkte werden am besten einzeln eingeführt, damit Reaktionen zugeordnet werden können.

Mitesser und entzündete Stellen sollten nicht ausgedrückt oder aufgestochen werden. Dadurch können Entzündung, dunkle Flecken und Narben zunehmen. Kissenbezüge, Handtücher, Rasierer und Mobiltelefon sauber zu halten ist sinnvoll, ohne die Haut zu desinfizieren. Eine ausgewogene Ernährung ist vernünftig; pauschale Verbote von Schokolade oder Milch ersetzen keine Behandlung. Wer einen persönlichen Zusammenhang vermutet, kann Beschwerden und Ernährung zeitlich begrenzt dokumentieren und ärztlich besprechen.

Beratung

Was die Apotheke klären kann

Die Apotheke kann einschätzen, ob eine vorsichtige rezeptfreie Behandlung bei leichter Akne möglich ist und die korrekte Anwendung erklären. Wichtig sind Fragen zu empfindlicher Haut, Schwangerschaft, anderen Hautmitteln und Arzneimitteln. Manche Wirkstoffe reizen anfangs, erhöhen die Lichtempfindlichkeit oder bleichen Textilien. Mehrere aktive Produkte gleichzeitig zu beginnen erschwert die Beurteilung und kann Entzündungen verstärken. Eine sichtbare Besserung braucht oft Geduld, aber eine Verschlechterung sollte nicht einfach hingenommen werden.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann ärztlicher Rat nötig ist

Tiefe schmerzhafte Knoten, beginnende Narben, großflächige Akne oder deutliche Verschlechterung gehören in hautärztliche Behandlung. Das gilt auch bei plötzlichem Beginn im Erwachsenenalter, unregelmäßiger Menstruation, auffälligem Haarwuchs oder einem zeitlichen Zusammenhang mit Medikamenten. Seelische Belastung ist ebenfalls ein guter Grund, Hilfe zu suchen. Bei Fieber und rasch fortschreitender schmerzhafter Gesichtsrötung muss dringend eine Infektion ausgeschlossen werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

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