Haut & Allergien

Heuschnupfen

Pollenallergie erkennen, Beschwerden im Alltag verringern und Warnzeichen an den Atemwegen richtig einordnen.

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Blühende Wiese im Frühling
Blühende Wiesen bedeuten Hochsaison für Pollenallergiker. Foto: Kristine Cinate / Unsplash

Erkennen

Woran lässt sich Heuschnupfen erkennen?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Pflanzenpollen. Typisch sind Niesanfälle, eine laufende oder verstopfte Nase sowie juckende, tränende oder gerötete Augen. Auch Gaumen und Ohren können jucken. Die Beschwerden treten oft zu bestimmten Jahreszeiten auf, werden draußen oder bei trockenem, windigem Wetter stärker und bessern sich nach Regen oder in pollenarmen Räumen.

Eine Erkältung entwickelt sich dagegen meist über mehrere Tage. Halsschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl und später zähes Nasensekret sprechen eher für einen Infekt. Fieber gehört nicht zu einem reinen Heuschnupfen. Eine sichere Zuordnung ist trotzdem nicht immer möglich, besonders wenn Allergie und Infekt gleichzeitig auftreten.

Alltag

Was im Alltag helfen kann

Ein Pollentagebuch kann zeigen, wann und wo Beschwerden entstehen. Pollenflugvorhersagen helfen, Aktivitäten und Lüften zu planen. Nach längeren Aufenthalten draußen können Kleidung außerhalb des Schlafzimmers gewechselt und Haare abends ausgespült werden. Wäsche sollte während starken Pollenflugs möglichst nicht draußen trocknen. Sonnenbrille und geschlossene Autofenster verringern den direkten Kontakt. Nasenspülungen mit dafür geeigneter Salzlösung können Pollen aus der Nase entfernen. Leitungswasser ohne korrekte Salzkonzentration ist dafür ungeeignet.

Vollständige Pollenvermeidung ist kaum möglich. Sehr strenge Maßnahmen belasten den Alltag oft stärker, als sie nützen. Entscheidend ist, die persönlichen Auslöser zu kennen. Ein Allergietest gehört in ärztliche Hand und sollte zu den beobachteten Beschwerden passen.

Auch Tabakrauch und stark parfümierte Raumluft können gereizte Schleimhäute zusätzlich belasten. Sie zu meiden hilft unabhängig davon, welche Pollen den Heuschnupfen auslösen.

Regelmäßiges Reinigen von Brillengläsern entfernt dort abgelagerte Pollen.

Beratung

Was die Apotheke klären kann

Die Apotheke kann nach Alter, Schwangerschaft, Vorerkrankungen, Kontaktlinsen und anderen Arzneimitteln fragen und geeignete rezeptfreie Möglichkeiten erklären. Dazu gehören Unterschiede zwischen Präparaten für Nase, Augen und den ganzen Körper sowie mögliche Müdigkeit oder Anwendungsfehler. Abschwellende Erkältungssprays sind nicht für die dauerhafte Allergiebehandlung gedacht. Bei häufigem Bedarf, unklaren Beschwerden oder fehlender Wirkung ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann ärztlicher Rat wichtig ist

Husten, Engegefühl, nächtliche Beschwerden, Leistungsknick oder pfeifende Atmung können auf eine Beteiligung der unteren Atemwege hinweisen. Auch wiederkehrende Nasennebenhöhlenprobleme, starke Einschränkungen im Alltag oder Beschwerden über viele Wochen sollten untersucht werden. Ärztlich lässt sich klären, ob eine spezifische Immuntherapie infrage kommt. Bei akuter Atemnot oder Schwellungen im Mund-Rachen-Raum gilt der Notfallhinweis oben.

Quellen und weiterführende Informationen

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