Haut & Allergien

Trockene Haut

Gestörte Hautbarriere erkennen, schonend pflegen und trockene Haut von entzündlichen oder infektiösen Veränderungen abgrenzen.

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Hand mit einer Tube Pflegecreme
Regelmäßiges Eincremen stärkt die Hautbarriere. Foto: Eva Nouhet / Unsplash

Erkennen

Wie trockene Haut auffällt

Trockene Haut fühlt sich rau oder gespannt an. Sie kann fein schuppen, jucken und kleine Risse entwickeln, besonders an Händen, Schienbeinen, Ellenbogen und im Gesicht. Kälte, trockene Heizungsluft, häufiges Händewaschen, heißes Duschen und Kontakt mit Reinigungsmitteln greifen die Hautbarriere an. Auch Alter, bestimmte Erkrankungen oder Arzneimittel können eine Rolle spielen.

Nicht jede trockene Stelle ist nur ein Pflegeproblem. Stark gerötete, nässende und wiederkehrende Flächen passen eher zu einem Ekzem. Scharf begrenzte, dick schuppende Stellen können andere Hauterkrankungen anzeigen. Ringförmige Herde oder Veränderungen zwischen den Zehen lassen an eine Pilzinfektion denken. Bei Krusten, Eiter, Wärme und zunehmendem Schmerz kann eine bakterielle Entzündung vorliegen. Die Optik allein reicht für eine sichere Diagnose oft nicht aus.

Alltag

Die Hautbarriere schonen

Kurz und lauwarm duschen belastet die Haut weniger als langes heißes Baden. Milde, möglichst unparfümierte Reinigung sollte nur dort eingesetzt werden, wo sie nötig ist. Nach dem Waschen wird die Haut vorsichtig trocken getupft statt gerubbelt. Eine einfache rückfettende und feuchtigkeitsbindende Pflege lässt sich am besten direkt danach auftragen. Neue Produkte zunächst an einer kleinen Stelle zu testen, ist bei empfindlicher Haut vernünftig.

Bei Hausarbeit schützen geeignete Handschuhe vor Wasser und Reinigungsmitteln. Schwitzige Hände sollten darin jedoch Pausen bekommen; Baumwollunterziehhandschuhe können angenehmer sein. Raue Wolle, Duftstoffe und häufige Produktwechsel reizen manche Menschen zusätzlich. Viel Trinken behebt eine gestörte Hautbarriere nicht automatisch, ein echter Flüssigkeitsmangel sollte aber vermieden werden. Kratzen verschlimmert Risse; kurz gefeilte Nägel senken die Verletzungsgefahr.

Beratung

Was die Apotheke klären kann

Die Apotheke kann anhand der betroffenen Körperstelle, des Hautzustands, bekannter Allergien und bisheriger Pflege eine passende Grundlage auswählen helfen. Im Gesicht, an Händen oder auf stark rissiger Haut sind unterschiedliche Eigenschaften sinnvoll. Auch mögliche reizende Inhaltsstoffe und der Zusammenhang mit neuen Arzneimitteln können besprochen werden. Entzündungshemmende Mittel sollten nicht auf Verdacht verwendet werden, wenn Infektion oder Ursache unklar sind.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann ärztlich abklären?

Ärztlicher Rat ist wichtig, wenn konsequente schonende Pflege nicht hilft, der Juckreiz den Schlaf stört oder große Flächen betroffen sind. Das gilt ebenso bei nässenden Stellen, tiefen Rissen, Schmerzen, Blutungen oder wiederkehrenden Ausschlägen. Zusätzlich auftretender großer Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust oder Beschwerden nach einem neuen Medikament gehören ebenfalls abgeklärt. Eine rasch fortschreitende heiße Rötung mit Fieber ist dringend.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

Fragen Sie einen persönlichen Beratungstermin in unserer Apotheke an.

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