Magen & Darm

Gastritis

Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die akut Beschwerden verursachen oder chronisch lange unbemerkt bleiben kann.

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Schale Porridge mit Früchten
Schonkost entlastet die gereizte Magenschleimhaut. Foto: Eiliv Aceron / Unsplash

Erkennen

Mögliche Beschwerden und Ursachen

Eine akute Magenschleimhautentzündung kann sich durch brennende oder drückende Oberbauchschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit, Aufstoßen und Appetitlosigkeit zeigen. Eine chronische Gastritis verursacht dagegen oft lange keine eindeutigen Beschwerden. Ähnliche Symptome kommen auch bei Reflux, einem Magengeschwür oder funktionellen Magenbeschwerden vor. Eine sichere Diagnose ist allein anhand des Gefühls nicht möglich.

Häufige Ursachen sind eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori und die regelmäßige Einnahme bestimmter entzündungshemmender Schmerzmittel. Alkohol und Nikotin können die Schleimhaut zusätzlich reizen. Stress oder scharfes Essen können Magenbeschwerden verstärken, erklären aber nicht automatisch eine Entzündung.

Alltag

Den Magen vorübergehend entlasten

Meiden Sie zunächst das, was Ihre Beschwerden klar verstärkt, häufig Alkohol, Nikotin, sehr fettreiche Speisen oder große Portionen. Kleine, verträgliche Mahlzeiten und ruhiges Essen sind oft angenehmer. Eine starre Schonkost oder längeres Fasten ist nicht generell erforderlich. Trinken Sie ausreichend, wenn kein medizinischer Grund dagegenspricht.

Setzen Sie verordnete Schmerzmittel oder andere Medikamente nicht selbst ab. Notieren Sie Präparate, Einnahmedauer und Beschwerden und lassen Sie mögliche Zusammenhänge prüfen. Nehmen Sie keine zusätzlichen entzündungshemmenden Schmerzmittel auf eigene Faust.

Eine chronische Entzündung kann trotz geringer Beschwerden bestehen. Deshalb ist es nicht sinnvoll, den Behandlungserfolg nur am aktuellen Magengefühl zu messen. Wurde Helicobacter pylori behandelt, kann die Arztpraxis einen späteren Kontrolltest empfehlen. Vor solchen Tests müssen manche Säurehemmer nach ärztlicher Anleitung pausiert werden, weil sie das Ergebnis beeinflussen können. Entscheiden Sie das nicht eigenständig oder ohne fachliche Rücksprache.

Beratung

Säurehemmung und Apothekenberatung

Die Apotheke kann bei milden kurzfristigen Beschwerden klären, ob ein säurebindendes oder säurehemmendes Mittel geeignet ist. Dabei zählen Alter, Schwangerschaft, Begleitmedikamente und Vorerkrankungen. Säurehemmer können Wechselwirkungen haben und sind ohne ärztliche Kontrolle nicht für eine unbegrenzte Einnahme gedacht. Eine Helicobacter-Infektion lässt sich nicht mit frei gewählten Mitteln beseitigen; dafür sind Diagnostik und eine gezielte ärztliche Behandlung nötig.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann eine Untersuchung wichtig ist

Lassen Sie anhaltende, wiederkehrende oder stärkere Oberbauchbeschwerden untersuchen. Das gilt besonders bei Schluckproblemen, häufigem Erbrechen, frühem Sättigungsgefühl, Gewichtsverlust oder Blutarmut. Blut im Erbrochenen kann rot oder kaffeesatzartig aussehen. Schwarzer, klebriger Stuhl kann auf eine Blutung im oberen Verdauungstrakt hinweisen. Zusammen mit Schwindel, Schwäche oder Ohnmacht ist das ein Notfall. Auch plötzlich sehr starke Oberbauchschmerzen mit hartem Bauch verlangen sofortige Hilfe.

Quellen und weiterführende Informationen

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