Magen & Darm

Hämorrhoiden

Vergrößerte Hämorrhoiden können Juckreiz, Brennen, Nässen und hellrote Blutungen verursachen, doch Blut im Stuhl muss ärztlich abgeklärt werden.

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Gestapelte Rollen weiches Toilettenpapier
Sanfte Hygiene ist bei Hämorrhoiden wichtig. Foto: Colourblind Kevin / Unsplash

Erkennen

Wenn Gefäßpolster Beschwerden machen

Hämorrhoiden sind normale Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms. Erst wenn sie sich vergrößern, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden. Typisch sind Juckreiz, Brennen, Nässen, ein Druckgefühl oder hellrotes Blut auf Papier und Stuhl. Schmerzen sprechen nicht automatisch für Hämorrhoiden und können etwa durch einen kleinen Einriss, eine Entzündung oder eine Thrombose am After entstehen.

Starkes Pressen und harter Stuhl können Beschwerden fördern. Auch häufiger Durchfall reizt die empfindliche Haut. Andere Erkrankungen können sehr ähnliche Symptome verursachen. Besonders eine Blutung darf deshalb nicht selbst sicher Hämorrhoiden zugeschrieben werden.

Alltag

Stuhlgang und Pflege schonend gestalten

Versuchen Sie, den Stuhl weich und geformt zu halten. Ballaststoffreiche Lebensmittel, ausreichendes Trinken und Bewegung können helfen. Steigern Sie Ballaststoffe langsam, damit Blähungen nicht unnötig zunehmen. Gehen Sie bei Stuhldrang zur Toilette, vermeiden Sie langes Sitzen und starkes Pressen.

Reinigen Sie den After nach dem Stuhlgang behutsam mit Wasser oder weichem, unparfümiertem Papier. Reiben, aggressive Seifen und parfümierte Feuchttücher können die Haut weiter reizen. Halten Sie den Bereich anschließend trocken. Diese Maßnahmen lindern Beschwerden, lassen bereits vergrößerte Hämorrhoiden aber nicht zuverlässig verschwinden.

Sitzbäder werden oft empfohlen, ihr zusätzlicher Nutzen ist jedoch nicht eindeutig belegt. Sehr heißes Wasser und lange Bäder können empfindliche Haut reizen. Kratzen verschlimmert kleine Verletzungen. Bei starkem Juckreiz sollte deshalb auch an Hauterkrankungen, Infektionen oder andere Ursachen gedacht werden. Eine schonende Pflege ist sinnvoller als häufig wechselnde Hausmittel.

Alltag

Was Salben leisten können

Die Apotheke kann bei leichten, kurz bestehenden Beschwerden zu geeigneter Pflege und zeitlich begrenzten Präparaten beraten. Einige Salben oder Zäpfchen lindern Juckreiz und Brennen nur vorübergehend. Sie behandeln nicht jede mögliche Ursache. Präparate mit örtlich betäubenden oder entzündungshemmenden Wirkstoffen sind nicht für eine unkontrollierte Daueranwendung bestimmt. Bei Schwangerschaft, Allergien, verletzter Haut oder weiteren Medikamenten ist Rücksprache besonders wichtig.

Ärztlich abklären

Untersuchung ohne falsche Scham

Lassen Sie Blut im Stuhl grundsätzlich ärztlich abklären, auch wenn bekannte Hämorrhoiden bestehen. Ein Termin ist außerdem sinnvoll bei neuen Knoten, stärkeren Schmerzen, anhaltendem Nässen, Stuhlschmieren oder Beschwerden über mehrere Tage. Die Untersuchung ist medizinischer Alltag und kann andere Ursachen ausschließen. Starke Blutungen, schwarzer Stuhl, Blässe, Schwindel oder Ohnmacht erfordern umgehend Hilfe. Wiederkehrende Beschwerden können je nach Befund mit Verfahren behandelt werden, die über Selbstpflege hinausgehen.

Quellen und weiterführende Informationen

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