Magen & Darm

Magen-Darm-Infekt

Ein Magen-Darm-Infekt beginnt oft plötzlich mit Erbrechen und Durchfall und erfordert vor allem Flüssigkeitsersatz sowie sorgfältige Hygiene.

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Frische Ingwerknollen in Nahaufnahme
Ingwertee kann Übelkeit bei Magen-Darm-Infekten lindern. Foto: engin akyurt / Unsplash

Erkennen

Typischer Verlauf und mögliche Erreger

Ein infektiöser Magen-Darm-Infekt beginnt häufig abrupt. Wässriger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe sind typisch; Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen können hinzukommen. Oft sind Viren wie Noro- oder Rotaviren beteiligt, daneben kommen Bakterien und seltener Parasiten infrage. Aus den Symptomen lässt sich der Erreger nicht zuverlässig bestimmen.

Viele unkomplizierte Infekte bessern sich innerhalb weniger Tage. Gefährlich werden kann der Verlust von Flüssigkeit und Salzen. Besonders gefährdet sind Säuglinge, kleine Kinder, ältere oder gebrechliche Menschen sowie Personen mit Nieren-, Herz- oder Stoffwechselerkrankungen.

Alltag

Trinken und langsam wieder essen

Geben oder trinken Sie häufig kleine Schlucke. Bei stärkerem Verlust sind standardisierte Elektrolyt-Glukose-Lösungen sinnvoller als reine Säfte oder Limonaden. Die Apotheke erklärt die korrekte Zubereitung. Sobald Appetit besteht und Flüssigkeit behalten wird, sind kleine Portionen vertrauter Speisen möglich. Eine längere Nahrungspause ist meist nicht erforderlich.

Betroffene sollten sich ausruhen. Antibiotika wirken nicht gegen Viren und sind auch bei bakteriellen Infekten nur in bestimmten Situationen angezeigt. Mittel, die die Darmbewegung bremsen, sind bei Fieber oder Blut im Stuhl ungeeignet und sollten bei Kindern nicht ohne fachlichen Rat eingesetzt werden.

Erbrechen kann die Wirkung regelmäßig benötigter Arzneimittel unsicher machen, darunter auch Verhütungsmittel. Nehmen Sie nicht automatisch eine zusätzliche Dosis, sondern beachten Sie die Packungsinformation und fragen Sie Apotheke oder Arztpraxis. Menschen mit Diabetes sollten ihren vereinbarten Krankheitsplan befolgen und Werte häufiger kontrollieren, weil geringe Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitsverlust den Stoffwechsel verändern können.

Alltag

Andere vor Ansteckung schützen

Waschen Sie die Hände nach Toilettengängen, Erbrechen und vor dem Essen gründlich mit Wasser und Seife. Reinigen Sie häufig berührte Flächen und verschmutzte Bereiche sorgfältig. Nutzen Sie möglichst getrennte Handtücher und bereiten Sie während der akuten Erkrankung keine Speisen für andere zu. Für Gemeinschaftseinrichtungen und Berufe mit Lebensmitteln gelten besondere Regeln. Fragen Sie bei Bedarf Gesundheitsamt oder Arztpraxis.

Ärztlich abklären

Wann medizinische Hilfe nötig ist

Suchen Sie früh Rat, wenn kleine Kinder oder gefährdete Erwachsene betroffen sind. Warnzeichen sind trockener Mund, eingesunkene Augen, ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel, wenig oder dunkler Urin. Blut im Stuhl, hohes Fieber, starke Schmerzen, anhaltendes Erbrechen oder fehlende Besserung nach etwa zwei Tagen bei Erwachsenen gehören ärztlich abgeklärt. Das gilt ebenso nach Fernreisen, nach Antibiotika oder bei gehäuften Erkrankungen. Bei Kreislaufversagen oder Bewusstseinsstörung ist sofortige Hilfe erforderlich.

Quellen und weiterführende Informationen

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