Haut & Allergien

Nagelpilz

Verdickte oder verfärbte Nägel richtig einordnen, Ausbreitung begrenzen und vor einer Behandlung die Ursache klären.

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Zehennägel in Nahaufnahme
Veränderungen am Nagel früh ernst nehmen. Foto: Sujana Rahman / Unsplash

Erkennen

Woran Nagelpilz zu erkennen sein kann

Nagelpilz betrifft meist Zehennägel, besonders den großen Zeh. Häufig beginnt die Veränderung am seitlichen oder vorderen Nagelrand. Der Nagel wird weißlich, gelblich oder bräunlich, verliert seinen Glanz, verdickt sich und kann bröckeln. Später kann er sich teilweise vom Nagelbett lösen. Oft besteht gleichzeitig schuppende oder rissige Haut zwischen den Zehen.

Verfärbung allein beweist keinen Pilz. Druck durch enge Schuhe, Verletzungen, Schuppenflechte und andere Nagelerkrankungen können ähnlich aussehen. Ein dunkler Fleck nach Stoß wächst normalerweise mit dem Nagel nach vorn. Ein neu auftretender dunkler Streifen ohne bekannte Verletzung, besonders wenn er breiter wird oder auf die umgebende Haut übergeht, muss dagegen rasch hautärztlich untersucht werden. Vor einer längeren Behandlung sollte die Pilzdiagnose durch eine Nagelprobe gesichert werden.

Alltag

Ausbreitung im Alltag begrenzen

Nägel werden gerade und nicht zu kurz geschnitten. Verdickte Bereiche dürfen vorsichtig gefeilt werden, ohne Haut oder Nagelbett zu verletzen. Feilen, Scheren und Knipser werden nicht mit anderen geteilt und nach Gebrauch gereinigt. Füße und besonders Zehenzwischenräume sollten trocken bleiben. Täglicher Sockenwechsel, passende luftige Schuhe und Badeschuhe in Gemeinschaftsduschen senken Feuchtigkeit und Kontakt mit belasteten Hautschuppen.

Nagellack aus kosmetischen Gründen kann Veränderungen verdecken und die Beurteilung erschweren. Hausmittel wie Essig oder ätherische Öle sind nicht zuverlässig belegt und können die Haut reizen. Das vollständige Nachwachsen eines gesunden Zehennagels dauert viele Monate. Eine optische Veränderung nach wenigen Tagen ist daher kein realistischer Maßstab. Gleichzeitig sollte eine fehlende Besserung nicht endlos in Eigenregie behandelt werden.

Beratung

Was die Apotheke klären kann

Die Apotheke kann nach Anzahl der betroffenen Nägel, Ausdehnung, Nageldicke, Fußpilz und Vorerkrankungen fragen. Bei kleinem, oberflächlichem und gesichertem Befall kann sie rezeptfreie Möglichkeiten sowie die notwendige konsequente Anwendung erläutern. Sie prüft auch Schwangerschaft und andere Arzneimittel. Tabletten gegen Nagelpilz sind verschreibungspflichtig und können relevante Neben- und Wechselwirkungen haben. Bei unklarer Diagnose ist eine Probe wichtiger als ein Produktwechsel.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann ärztlicher Rat wichtig ist

Mehrere befallene Nägel, Beteiligung der Nagelwurzel, Schmerzen oder ein stark verdickter Nagel gehören ärztlich beurteilt. Menschen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen, Nervenschäden oder geschwächtem Immunsystem sollten nicht selbst am erkrankten Nagel schneiden oder feilen. Rötung, Wärme, Eiter und zunehmender Schmerz können eine bakterielle Infektion anzeigen. Dunkle Streifen ohne Verletzung oder Veränderungen, die trotz korrekter Behandlung fortschreiten, müssen ebenfalls untersucht werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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