Haut & Allergien

Sonnenallergie

Juckende lichtbedingte Hautreaktionen von Sonnenbrand unterscheiden und mögliche Auslöser sicher abklären.

ca. 2 Minuten Lesezeit Redaktioneller Stand:

Sonnenhut, Sonnenbrille und Handtuch am Pool
Schatten und Kleidung sind der beste Schutz bei Sonnenallergie. Foto: Stefanie Jockschat / Unsplash

Erkennen

Was mit Sonnenallergie gemeint ist

Der umgangssprachliche Begriff Sonnenallergie umfasst verschiedene Reaktionen auf Licht. Am häufigsten ist die polymorphe Lichtdermatose. Stunden bis Tage nach ungewohnter Sonne entstehen stark juckende rote Flecken, Knötchen oder kleine Bläschen an belichteten Stellen, etwa Dekolleté, Armen oder Handrücken. Das Gesicht kann ausgespart bleiben. Die Beschwerden treten oft im Frühjahr oder Urlaub auf und können später im Sommer schwächer werden.

Ein Sonnenbrand ist dagegen vor allem gleichmäßig gerötet, heiß und schmerzhaft. Bei einer echten photoallergischen Reaktion verändert Licht einen Stoff auf oder in der Haut, zum Beispiel einen Bestandteil eines Arzneimittels oder Kosmetikprodukts. Phototoxische Reaktionen ähneln einem starken Sonnenbrand und können ebenfalls durch Medikamente oder Pflanzenstoffe ausgelöst werden. Quaddeln wenige Minuten nach Lichtkontakt sind selten und sollten fachärztlich beurteilt werden.

Alltag

Was zunächst sinnvoll ist

Betroffene Haut wird aus der Sonne genommen und mit dichter, lockerer Kleidung geschützt. Kühle feuchte Umschläge können Juckreiz lindern. Kratzen, heiße Duschen und parfümierte Produkte reizen zusätzlich. Bläschen sollten nicht geöffnet werden. Bis die Ursache geklärt ist, sind intensive Sonne und Solarien zu meiden.

Vorbeugend helfen Schatten, Kleidung, Hut und ein breit wirksamer Sonnenschutz. Die Haut sollte schrittweise und nicht durch gezieltes Sonnenbaden an hellere Monate gewöhnt werden. Sonnenschutz verhindert nicht jede Lichtdermatose und darf nicht dazu verleiten, länger in der Sonne zu bleiben. Wer Medikamente einnimmt, sollte sie wegen eines Ausschlags niemals eigenmächtig absetzen. Auch pflanzliche Mittel und aufgetragene Duftstoffe können die Lichtempfindlichkeit beeinflussen.

Fotos des frischen Ausschlags helfen später bei der ärztlichen Einordnung.

Beratung

Was die Apotheke klären kann

Die Apotheke kann prüfen, ob Arzneimittel oder Hautprodukte als lichtsensibilisierend bekannt sind, und die Packungsinformationen einordnen. Wichtig sind Beginn, Aussehen, betroffene Stellen und zeitlicher Abstand zur Sonne. Sie kann geeigneten Lichtschutz und reizfreie Pflege erläutern. Bei erstmaligem, starkem oder unklarem Ausschlag ersetzt das keine ärztliche Diagnose, denn unterschiedliche Lichtreaktionen werden verschieden behandelt.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

Termin anfragen

Ärztlich abklären

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Wiederkehrende oder ausgeprägte Beschwerden sollten hautärztlich untersucht werden. Das gilt besonders bei Reaktionen hinter Fensterglas, nach neuen Medikamenten, bei Narben, nässenden Stellen oder Beteiligung von Augen und Schleimhäuten. Fieber, Gelenkschmerzen oder starke Erschöpfung zusammen mit einem lichtabhängigen Ausschlag können auf eine andere Erkrankung hinweisen. Großflächige Blasen, Hautablösung, Atemnot oder Kreislaufprobleme erfordern sofortige Hilfe.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

Fragen Sie einen persönlichen Beratungstermin in unserer Apotheke an.

Termin anfragen