Haut & Allergien

Sonnenbrand

Sonnenbrand richtig kühlen, weitere UV-Schäden vermeiden und schwere Verbrennungen oder Hitzeschäden erkennen.

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Beine einer Person in der Sonne
Zu viel Sonne schadet der Haut – Schutz beugt Sonnenbrand vor. Foto: Óscar Salgado / Unsplash

Erkennen

Was bei Sonnenbrand passiert

Ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündung durch zu viel ultraviolette Strahlung. Die Haut wird einige Stunden nach dem Aufenthalt rot, warm, empfindlich und schmerzhaft. Später kann sie spannen oder sich schälen. Blasen sprechen für eine stärkere Verbrennung. Kinderhaut reagiert besonders empfindlich.

Kleine juckende Knötchen oder Bläschen, die vor allem an Hals, Dekolleté und Armen nach den ersten Sonnentagen auftreten, passen eher zu einer lichtbedingten Hautreaktion als zu einem klassischen Sonnenbrand. Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel, heiße Haut oder Verwirrtheit können dagegen Zeichen einer Hitzeerkrankung sein. Dann steht nicht nur die Haut im Mittelpunkt.

Alltag

Sichere erste Maßnahmen

Die betroffene Person sollte sofort aus der Sonne gehen und die Haut in den nächsten Tagen konsequent mit Kleidung und Schatten schützen. Kühle, feuchte Umschläge oder eine kühle Dusche können Beschwerden lindern. Eis, Kühlpacks direkt auf der Haut und sehr kaltes Wasser sind ungeeignet, weil sie das Gewebe zusätzlich schädigen können. Blasen bleiben geschlossen; aufgestochene Blasen erhöhen das Infektionsrisiko.

Ausreichendes Trinken ist nach Hitze und Schwitzen sinnvoll, sofern keine ärztlich angeordnete Flüssigkeitsbegrenzung besteht. Lockere Kleidung vermeidet Reibung. Fettige Hausmittel, ätherische Öle, Alkohol oder vermeintliche Bräunungsbeschleuniger gehören nicht auf entzündete Haut. Eine vorhandene Bräune ist kein verlässlicher Schutz. Jeder Sonnenbrand ist vermeidbarer UV-Schaden und erhöht zusammen mit weiterer UV-Belastung langfristig das Hautkrebsrisiko.

Beim Aufenthalt im Freien schützt die Kombination aus Schatten, dicht gewebter Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz besser als eine einzelne Maßnahme.

Beratung

Was die Apotheke klären kann

Die Apotheke kann die Größe und Stärke der Verbrennung erfragen und geeignete kühlende, reizarm formulierte Pflege erklären. Bei Schmerzmitteln müssen Alter, Schwangerschaft, Magen-, Nieren- oder Lebererkrankungen sowie andere Medikamente berücksichtigt werden. Auch Sonnenschutz für die Zeit nach dem Abheilen kann besprochen werden. Betäubende oder stark parfümierte Produkte können reizen und sind nicht automatisch eine gute Wahl.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann medizinische Hilfe nötig ist

Ärztlich abgeklärt werden sollten größere Flächen, starke Schmerzen, viele oder große Blasen, Verbrennungen im Gesicht sowie jeder ausgeprägte Sonnenbrand bei Säuglingen und kleinen Kindern. Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost, zunehmende Benommenheit oder Kreislaufprobleme können auf eine stärkere Allgemeinreaktion oder Hitzeerkrankung hinweisen. Eiter, stärker werdende Rötung und zunehmender Schmerz nach einigen Tagen sprechen für eine mögliche Infektion. Bewusstseinsstörungen, Kollaps oder Verwirrtheit sind ein Notfall.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

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