Familie & Alltag
Zahnen bei Babys behutsam begleiten
Was beim ersten Zahndurchbruch helfen kann, welche Hilfsmittel sicher sind und welche Beschwerden nicht einfach zum Zahnen gehören.
Erkennen
Was sanft helfen kann
Ein sauberer Finger kann das Zahnfleisch vorsichtig massieren. Gekühlte, ausdrücklich dafür geeignete Beißringe empfinden manche Babys als angenehm. Sie gehören in den Kühlschrank, nicht ins Gefrierfach, denn zu kalte Gegenstände können Schleimhaut und Haut verletzen. Prüfen Sie Beißhilfen regelmäßig auf Risse und reinigen Sie sie nach Herstellerangaben.
Geben Sie nur Gegenstände, die nicht verschluckt werden können und keine lösbaren Kleinteile haben. Bernsteinketten, Schnüre und selbst gebastelte Halsketten sind wegen Strangulations- und Verschluckungsgefahr ungeeignet. Harte Lebensmittel sind keine sichere Beißhilfe, wenn das Kind Stücke abbrechen und sich verschlucken kann. Lassen Sie ein Baby beim Essen und mit Beißhilfen nie unbeaufsichtigt.
Zahnungsgele und andere frei verkäufliche Mittel sind nicht automatisch harmlos. Manche Inhaltsstoffe sind für Säuglinge ungeeignet oder können bei falscher Anwendung schaden. Die Apotheke kann prüfen, ob ein Produkt für das Alter zugelassen ist, wie es sicher angewendet wird und ob Wechselwirkungen bestehen. Schmerzmittel sollten bei Babys nur nach fachlicher Rücksprache gegeben werden. Verwenden Sie keine alkoholhaltigen Hausmittel und reiben Sie keine ätherischen Öle auf Zahnfleisch oder Gesicht.
Alltag
Zahnpflege beginnt mit dem ersten Zahn
Sobald der erste Zahn sichtbar ist, beginnt die tägliche Reinigung mit einer weichen Kinderzahnbürste. Zur passenden fluoridhaltigen Zahnpasta und ihrer altersgerechten Verwendung beraten Kinderarztpraxis, Zahnarztpraxis oder Apotheke. Häufiges Nuckeln an süßen Getränken fördert Karies. Wasser ist für den Durst meist die beste Wahl. Ein früher Zahnarztbesuch hilft, Fragen zu klären und das Kind an die Untersuchung zu gewöhnen.
Ärztlich abklären
Wann medizinischer Rat wichtig ist
Lassen Sie Ihr Baby untersuchen, wenn es schlecht trinkt, ungewöhnlich schläfrig wirkt, wiederholt erbricht, anhaltenden Durchfall hat, Atemprobleme zeigt oder deutlich weniger nasse Windeln produziert. Auch hohes oder anhaltendes Fieber, eitrige Stellen im Mund, starke Schwellung oder Beschwerden, die nicht nachlassen, gehören kinderärztlich abgeklärt. Bei Unsicherheit ist ein früher Anruf besser als langes Abwarten.
Quellen und weiterführende Informationen
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