Atemwege & Infektionen

Bronchitis

Eine akute Bronchitis wird meist durch Viren verursacht und hinterlässt oft länger Husten als andere Erkältungsbeschwerden.

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Klare Tasse mit Kräutertee
Warme Getränke halten die Atemwege feucht. Foto: Lisa Hobbs / Unsplash

Erkennen

Entzündete Bronchien nach einem Infekt

Bei einer akuten Bronchitis sind die größeren Atemwege entzündet. Meist sind Viren die Ursache, häufig im Rahmen einer Erkältung. Anfangs ist der Husten oft trocken und schmerzhaft, später kann sich Schleim lösen. Heiserkeit, Schnupfen, leichtes Fieber, Schmerzen hinter dem Brustbein und Abgeschlagenheit können hinzukommen. Der Husten braucht nicht selten mehrere Wochen, bis er vollständig verschwindet.

Eine akute Bronchitis ist nicht dasselbe wie eine chronische Bronchitis. Wiederkehrender oder über Monate bestehender Husten mit Auswurf, besonders bei Rauchenden, muss gesondert untersucht werden. Auch Asthma, Keuchhusten oder eine Lungenentzündung können ähnlich beginnen. Hohes Fieber, schnelle Atmung, Luftnot und starkes Krankheitsgefühl passen weniger zu einer unkomplizierten Bronchitis. Der Verlauf ist daher wichtiger als ein einzelnes Symptom.

Alltag

Schonung ohne unnötige Behandlung

Passen Sie Ihre Aktivität an Ihr Befinden an und verzichten Sie bei Fieber oder Schwäche auf Sport. Trinken Sie nach Durst. Rauch, Dämpfe und kalte, sehr trockene Luft können Husten verstärken. Regelmäßiges Lüften und eine rauchfreie Umgebung entlasten die Atemwege. Honig kann bei Menschen über einem Jahr akuten Husten etwas beruhigen; Säuglinge dürfen keinen Honig bekommen.

Antibiotika helfen bei der gewöhnlichen viralen Bronchitis nicht und verkürzen den Husten in der Regel nicht. Auch die Schleimfarbe zeigt eine bakterielle Ursache nicht sicher an. Sehr heiße Dampfinhalationen sind wegen möglicher Verbrühungen ungeeignet.

Beratung

Was Sie in der Apotheke besprechen können

Lassen Sie sich beraten, bevor Sie Hustenstiller, Schleimlöser oder Schmerzmittel einsetzen. Nicht jedes Mittel hat einen klar belegten Nutzen, und Hustenstiller passen nicht zu jeder Hustenphase. Alter, Schwangerschaft, Asthma, Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen sowie weitere Medikamente beeinflussen die Auswahl. Kombinationspräparate können Wirkstoffe doppelt zuführen. Die Apotheke kann außerdem erkennen, wann Beschwerden nicht mehr zur Selbstbehandlung passen.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann eine Untersuchung wichtig ist

Ärztlicher Rat ist nötig bei hohem oder anhaltendem Fieber, Luftnot, pfeifender Atmung, Brustschmerzen, Blut im Auswurf oder deutlicher Verschlechterung. Lassen Sie sich auch untersuchen, wenn der Husten nach mehreren Wochen nicht abnimmt, häufig wiederkehrt oder bei geringer Belastung Atemnot entsteht. Säuglinge, ältere Menschen, Personen mit geschwächter Abwehr sowie Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen sollten früher Rücksprache halten.

Plötzliche schwere Atemnot, bläuliche Lippen, Bewusstseinsstörungen oder starke Brustschmerzen mit Kreislaufproblemen sind Notfälle. Rufen Sie 112.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

Fragen Sie einen persönlichen Beratungstermin in unserer Apotheke an.

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