Atemwege & Infektionen

Grippe (Influenza)

Eine Influenza beginnt oft abrupt und kann den ganzen Körper deutlich stärker belasten als eine gewöhnliche Erkältung.

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Fieberthermometer mit einer Anzeige von 36 Grad
Die Körpertemperatur hilft, eine Grippe von einer Erkältung zu unterscheiden. Foto: Matteo Fusco / Unsplash

Erkennen

Typische Anzeichen einer Influenza

Die echte Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst. Häufig beginnt sie innerhalb weniger Stunden mit starkem Krankheitsgefühl, Fieber, Schüttelfrost, trockenem Husten sowie Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Manche Menschen haben jedoch nur leichte Beschwerden oder kein Fieber. Erschöpfung und Husten können noch anhalten, nachdem die akute Krankheitsphase abgeklungen ist.

Eine Erkältung entwickelt sich meist langsamer und betrifft stärker Nase und Hals. Die Übergänge sind trotzdem fließend. Auch COVID-19 und andere Atemwegsinfektionen können ähnlich verlaufen. Ein Test oder eine ärztliche Einschätzung kann in bestimmten Situationen helfen, allein die Symptomliste reicht für eine sichere Unterscheidung keinesfalls zuverlässig aus.

Alltag

Sicher durch die akute Phase

Schonen Sie sich und verzichten Sie bei Fieber und deutlichem Krankheitsgefühl auf Sport. Trinken Sie regelmäßig, ohne sich zu übermäßig großen Mengen zu zwingen. Leichte Mahlzeiten sind ausreichend, wenn der Appetit gering ist. Bleiben Sie zu Hause, vermeiden Sie besonders den Kontakt zu gefährdeten Menschen und achten Sie auf Lüften, Händehygiene und Hustenetikette.

Antibiotika wirken nicht gegen Influenzaviren. Ärztlich verordnete antivirale Medikamente kommen vor allem bei erhöhtem Risiko oder schwerem Verlauf infrage und sind früh im Krankheitsverlauf am wirksamsten. Sie sollten nicht ohne medizinische Beurteilung eingenommen werden.

Beratung

Beratung in der Apotheke

Die Apotheke kann zu geeigneten Mitteln gegen Schmerzen, Fieber oder eine verstopfte Nase beraten und Wechselwirkungen prüfen. Holen Sie diese Beratung besonders bei Kindern, Schwangerschaft, Nieren-, Leber-, Magen-, Herz- oder Atemwegserkrankungen ein. Mehrere Erkältungs- und Grippemittel können denselben Wirkstoff enthalten. Kombinieren Sie Präparate deshalb nicht unbesehen. Für Kinder und Jugendliche sind manche Wirkstoffe ungeeignet.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann medizinische Hilfe wichtig ist

Menschen mit geschwächter Abwehr, chronischen Erkrankungen, höherem Alter oder Schwangerschaft sollten bei Grippeverdacht frühzeitig ärztlichen Rat suchen. Das gilt auch für kleine Kinder. Medizinische Abklärung ist nötig, wenn Fieber lange anhält, die Beschwerden sehr stark sind, kaum Flüssigkeit behalten wird oder nach einer Besserung erneut Fieber und Husten auftreten. Brustschmerzen, beschleunigte oder erschwerte Atmung und ausgeprägte Schwäche können auf eine Komplikation hinweisen.

Bei schwerer Atemnot, bläulicher Haut, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit oder Kreislaufversagen rufen Sie 112. Eine jährliche Grippeimpfung kann besonders gefährdete Menschen vor schweren Verläufen schützen; ob sie empfohlen ist, lässt sich in der Praxis oder Apotheke klären.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

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