Atemwege & Infektionen

Halsschmerzen

Halsschmerzen entstehen häufig bei Virusinfekten, benötigen bei ausgeprägten Schluckproblemen oder bestimmten Begleitzeichen aber ärztliche Abklärung.

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Schale mit Limettenscheiben und Ingwer
Warme Getränke mit Ingwer und Zitrone tun dem Hals gut. Foto: Dominik Martin / Unsplash

Erkennen

Häufig gereizt, meist durch Viren

Halsschmerzen treten oft am Anfang einer Erkältung auf. Der Rachen kratzt oder brennt, Schlucken tut weh und die Stimme kann heiser werden. Schnupfen und Husten sprechen eher für einen viralen Atemwegsinfekt. Entzündete Mandeln können zusätzlich gerötet, geschwollen oder belegt sein. Aussehen und Stärke der Beschwerden allein zeigen jedoch nicht sicher, ob Viren oder Bakterien die Ursache sind.

Auch trockene Luft, Rauch, starke Stimmbelastung oder zurückfließende Magensäure können den Hals reizen. Plötzlich starke Halsschmerzen mit Fieber und ohne Husten können zu einer bakteriellen Mandelentzündung passen, müssen aber medizinisch beurteilt werden. Antibiotika sind bei den viel häufigeren Virusinfekten wirkungslos.

Alltag

Den Hals schonend entlasten

Trinken Sie regelmäßig und wählen Sie warme oder kühle Getränke danach, was angenehm ist. Weiche Speisen können leichter zu schlucken sein. Lutschbonbons regen den Speichelfluss an und halten den Rachen feucht; bei kleinen Kindern besteht Verschluckungsgefahr. Gurgeln mit Salzwasser empfinden manche Erwachsene als wohltuend. Rauch und Alkohol reizen die Schleimhaut zusätzlich und sollten gemieden werden.

Schonen Sie die Stimme, sprechen Sie aber lieber leise als zu flüstern, weil Flüstern ebenfalls anstrengen kann. Bei begleitendem Infekt sind Ruhe, Lüften, Händewaschen und Abstand zu gefährdeten Personen sinnvoll.

Beratung

Rat aus der Apotheke

Die Apotheke kann geeignete Lutschpräparate oder Schmerzmittel auswählen und prüfen, ob Alter, Schwangerschaft, Vorerkrankungen oder andere Medikamente dagegen sprechen. Lokal betäubende Mittel können das Schlucken kurzfristig erleichtern, sind aber nicht für alle Menschen geeignet. Kombinieren Sie verschiedene Schmerzmittel nicht ohne Beratung. Bei Kindern muss die Auswahl besonders sorgfältig erfolgen.

Ein Rachenabstrich oder eine ärztliche Untersuchung lässt sich durch die Beratung nicht ersetzen, wenn eine bakterielle Infektion oder eine andere behandlungsbedürftige Ursache möglich ist.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann eine Untersuchung nötig ist

Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn starke Beschwerden mehrere Tage bestehen, hohes Fieber hinzukommt, ein Hautausschlag auftritt oder die Schmerzen überwiegend einseitig sind. Auch eine kloßige Stimme, eingeschränkte Mundöffnung, deutlich geschwollene Halslymphknoten, wiederholte Mandelentzündungen oder ein geschwächtes Immunsystem sprechen für eine Untersuchung. Bei Kindern sollte zudem auf Trinkverweigerung und ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit geachtet werden.

Kann jemand Speichel nicht mehr schlucken, bekommt schlecht Luft oder entwickelt rasch eine Schwellung und Enge im Hals, ist das ein Notfall. Rufen Sie 112.

Quellen und weiterführende Informationen

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