Schmerzen & Bewegung

Fersensporn

Ein Fersensporn ist ein knöcherner Ansatz am Fersenbein, während belastungsabhängige Schmerzen meist aus der gereizten Plantarfaszie an der Fußsohle stammen.

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Nackte Füße in Nahaufnahme
Fersenschmerz beim Auftreten früh abklären. Foto: Konstantin Shmatov / Unsplash

Erkennen

Der Sporn ist oft nicht der Schmerzauslöser

Ein Fersensporn ist ein knöcherner Vorsprung am Fersenbein. Er wird häufig zufällig im Röntgenbild entdeckt und verursacht allein oft keine Beschwerden. Schmerzen unter der Ferse entstehen meist dort, wo die Plantarfaszie ansetzt. Diese feste Sehnenplatte spannt sich von der Ferse zu den Zehen und wird bei jedem Schritt belastet. Fachleute sprechen bei einer schmerzhaften Reizung von Plantarfasziitis.

Typisch ist ein stechender Anlaufschmerz bei den ersten Schritten am Morgen oder nach längerem Sitzen. Während des Gehens kann er zunächst nachlassen und nach langem Stehen oder Laufen wieder stärker werden. Brennen, Kribbeln oder Taubheit passen weniger gut und können auf einen gereizten Nerv hinweisen. Plötzlicher Schmerz nach Sprung oder Trainingssteigerung kann auch durch eine Verletzung oder einen Ermüdungsbruch entstehen.

Oft genügt zunächst die körperliche Untersuchung. Ein Röntgenbild ist nicht allein deshalb erforderlich, weil ein Sporn vermutet wird, denn sein Nachweis erklärt die Schmerzstärke nicht zuverlässig.

Alltag

Belastung anpassen und langsam aufbauen

Reduzieren Sie vorübergehend langes Laufen, Springen und andere Aktivitäten, die den Schmerz deutlich verstärken. Vollständige Ruhe ist meist nicht nötig. Gut sitzende Schuhe mit ausreichender Unterstützung können angenehmer sein als barfußes Gehen auf hartem Boden. Manche Menschen profitieren zeitweise von Fersenkissen oder Einlagen. Diese sollten nicht drücken und möglichst fachgerecht ausgewählt werden.

Regelmäßiges vorsichtiges Dehnen der Wade und Fußsohle sowie ein schrittweiser Kraftaufbau können die Belastbarkeit verbessern. Die Übungen dürfen ziehen, sollten aber keinen scharfen anhaltenden Schmerz auslösen. Da die Beschwerden oft langsam abklingen, ist Geduld wichtiger als eine schnelle Steigerung. Wird das Lauftraining wieder aufgenommen, sollten Umfang und Intensität getrennt und in kleinen Schritten erhöht werden.

Entzündungshemmende Schmerzmittel können kurzfristig Beschwerden lindern, sind aber bei Magen-, Nieren- und bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie mit Blutverdünnern problematisch. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Kortisonspritzen können Gewebe schädigen und gehören in eine sorgfältige ärztliche Abwägung. Ein im Bild sichtbarer Sporn muss nicht entfernt werden.

Ärztlich abklären

Wann untersuchen lassen

Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn Auftreten kaum möglich ist, der Schmerz nach einem Unfall begann, beide Füße betroffen sind oder die Beschwerden trotz konsequenter Anpassung über Wochen anhalten. Eine Untersuchung ist auch bei Diabetes, Durchblutungsstörungen, Taubheit, nächtlichem Ruheschmerz oder ungeklärter Schwellung wichtig. Rötung, Überwärmung, Wunde und Fieber können auf eine Infektion hinweisen und erfordern eine rasche Abklärung.

Quellen und weiterführende Informationen

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