Schmerzen & Bewegung

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen können drückend, pochend oder stechend auftreten und sollten nach Verlauf, Begleitsymptomen und möglichem Auslöser eingeordnet werden.

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Person fasst sich mit geschlossenen Augen an die Schläfen
Pausen, Wasser und frische Luft helfen oft schon bei Kopfschmerzen. Foto: Vitaly Gariev / Unsplash

Erkennen

Wie sich Kopfschmerzen zeigen

Kopfschmerzen können den ganzen Kopf, eine Seite, die Stirn, Schläfen oder den Hinterkopf betreffen. Ein dumpfer Druck, der sich wie ein enger Ring anfühlt, passt eher zu Spannungskopfschmerzen. Pochende, oft einseitige Schmerzen mit Übelkeit sowie Licht- oder Geräuschempfindlichkeit können zu Migräne passen. Sehr starke einseitige Attacken um ein Auge, begleitet von Tränenfluss oder laufender Nase, brauchen eine ärztliche Einordnung. Das Muster gibt Hinweise, ersetzt aber keine Diagnose.

Häufig sind Kopfschmerzen eigenständige Beschwerden. Sie können jedoch auch bei Infekten, Flüssigkeitsmangel, Schlafmangel, nach Alkohol, durch Sehstress oder als Nebenwirkung eines Arzneimittels auftreten. Notieren Sie bei wiederkehrenden Beschwerden Beginn, Dauer, Stärke, Begleitsymptome, mögliche Auslöser und eingenommene Mittel. Ein solches Tagebuch hilft der Arztpraxis, das Muster zu beurteilen.

Auch Koffein kann eine Rolle spielen: Sowohl ungewöhnlich viel als auch der abrupte Verzicht nach regelmäßigem Konsum kann Beschwerden auslösen. Prüfen Sie Veränderungen im Alltag, ohne vorschnell ein einzelnes Lebensmittel verantwortlich zu machen. Wiederkehrende Muster sind aussagekräftiger als ein einmaliges zeitliches Zusammentreffen.

Alltag

Was Sie zunächst tun können

Bei leichten, vertrauten Kopfschmerzen helfen manchen Menschen Ruhe, frische Luft, regelmäßiges Trinken und eine Mahlzeit, wenn sie lange nichts gegessen haben. Ein kühles Tuch kann angenehm sein. Bei Nackenanspannung sind vorsichtige Bewegung und Positionswechsel meist sinnvoller als langes starres Liegen. Vermeiden Sie Sport, Autofahren oder Maschinenarbeit, wenn Schwindel, Sehstörungen oder deutliche Konzentrationsprobleme bestehen.

Rezeptfreie Schmerzmittel sind nicht für alle geeignet. Entzündungshemmende Mittel können unter anderem bei Magenproblemen, Nierenerkrankungen, Blutverdünnern oder in bestimmten Phasen der Schwangerschaft ungeeignet sein. Auch Paracetamol hat Risiken, besonders bei Lebererkrankungen, Alkoholproblemen oder unbeabsichtigter Mehrfacheinnahme über Kombinationspräparate. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten und nennen Sie Vorerkrankungen sowie andere Medikamente. Häufige Einnahme kann selbst Kopfschmerzen unterhalten. Bei regelmäßigem Bedarf ist deshalb eine ärztliche Abklärung wichtiger als der Wechsel zwischen Präparaten.

Ärztlich abklären

Wann ärztlicher Rat nötig ist

Neue, zunehmende oder deutlich veränderte Kopfschmerzen sollten zeitnah untersucht werden. Das gilt auch nach einer Kopfverletzung, während Schwangerschaft oder Wochenbett, bei Krebs, geschwächter Immunabwehr oder wenn die Beschwerden erstmals in höherem Alter auftreten. Dringend ist die Abklärung bei wiederholtem Erbrechen, Fieber, einem roten schmerzhaften Auge, Sehverlust, Krampfanfällen oder neurologischen Ausfällen. Ein schlagartig einsetzender, innerhalb von Sekunden oder Minuten maximaler Schmerz ist ein Notfall.

Quellen und weiterführende Informationen

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