Atemwege & Infektionen
Fieber
Fieber ist eine regulierte Reaktion des Körpers, deren Bedeutung vor allem von Alter, Allgemeinzustand und Begleitsymptomen abhängt.
Erkennen
Fieber ist ein Symptom
Fieber bedeutet, dass der Körper seine Solltemperatur vorübergehend erhöht. Häufig steckt eine Infektion dahinter. Frösteln, warme Haut, Müdigkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen und schnellerer Puls können begleiten. Die gemessene Temperatur ist wichtig, sagt aber allein wenig über die Schwere einer Erkrankung aus. Ein Mensch mit mäßigem Fieber und sehr schlechtem Allgemeinzustand kann dringender Hilfe brauchen als jemand mit höherem Wert, der wach ist und ausreichend trinkt.
Messen Sie möglichst mit einem verlässlichen Thermometer und immer an derselben Körperstelle, weil Messorte unterschiedliche Werte ergeben. Notieren Sie Verlauf, Begleitsymptome und eingenommene Medikamente. Berührungslose Messgeräte können stärker von der Umgebung abhängen. Bei Säuglingen gelten besondere Maßstäbe; schon eine erhöhte Temperatur kann eine rasche ärztliche Einschätzung erfordern.
Alltag
Den Körper sinnvoll unterstützen
Ruhe und regelmäßiges Trinken sind meist wichtiger als das Senken einer bestimmten Zahl. Bieten Sie Kindern häufig kleine Mengen Flüssigkeit an. Leichte Kleidung und eine angenehme Raumtemperatur verhindern unnötiges Überhitzen, starkes Kühlen oder kalte Bäder sind nicht sinnvoll. Wadenwickel sollten nicht bei Frösteln, kalten Händen oder Füßen eingesetzt werden und sind kein Muss.
Fiebersenkende Mittel können das Befinden verbessern, behandeln aber nicht die Ursache. Entscheidend ist, ob Schmerzen, Unruhe oder Trinkprobleme bestehen. Geben Sie Kindern keine Medikamente, die nicht ausdrücklich für sie geeignet sind. Ein fieberndes Kind sollte regelmäßig beobachtet werden, auch nachts, ohne es ständig zu wecken, wenn es ruhig schläft und unauffällig atmet.
Beratung
Wann die Apotheke weiterhilft
Die Apotheke kann die korrekte Thermometeranwendung erklären und prüfen, welches fiebersenkende Mittel unter Berücksichtigung von Alter, Gewicht, Schwangerschaft, Vorerkrankungen und anderen Arzneimitteln geeignet ist. Verwenden Sie nicht mehrere Präparate mit demselben Wirkstoff. Bei unklarer Ursache, sehr jungen Säuglingen oder auffälligem Allgemeinzustand ist Beratung zur Selbstbehandlung nicht ausreichend.
Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden
Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.
Ärztlich abklären
Wann medizinischer Rat nötig ist
Ein Säugling unter drei Monaten mit erhöhter oder fiebriger Temperatur sollte umgehend ärztlich beurteilt werden. Auch bei Trinkverweigerung, deutlich weniger Urin, anhaltendem Erbrechen, starken Schmerzen, steifem Nacken, auffälligem Hautausschlag, Atemproblemen oder ungewöhnlicher Teilnahmslosigkeit ist rasche Hilfe nötig. Erwachsene sollten bei lang anhaltendem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Immunschwäche oder relevanten Vorerkrankungen ärztlichen Rat suchen.
Bei Bewusstseinsstörung, schwerer Atemnot, nicht wegdrückbaren Hautflecken oder einem erstmals auftretenden beziehungsweise länger dauernden Krampfanfall rufen Sie 112.
Quellen und weiterführende Informationen
Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?
Fragen Sie einen persönlichen Beratungstermin in unserer Apotheke an.