Atemwege & Infektionen

Schnupfen

Akuter Schnupfen ist meist Teil eines Virusinfekts, während länger anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden auch andere Ursachen haben können.

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Papiertaschentücher in einer blauen Box
Weiche Taschentücher schonen die gereizte Nase. Foto: Diana Polekhina / Unsplash

Erkennen

Wenn die Nasenschleimhaut reagiert

Bei akutem Schnupfen entzündet sich die Nasenschleimhaut, meist durch Erkältungsviren. Die Nase läuft zunächst wässrig, später kann das Sekret dickflüssiger werden. Niesen, eine verstopfte Nase, verminderter Geruchssinn und ein Druckgefühl gehören dazu. Gelbes oder grünes Sekret beweist für sich allein keine bakterielle Infektion.

Juckende Augen, häufiges Niesen und klares Sekret ohne Krankheitsgefühl passen eher zu einer Allergie, besonders wenn Beschwerden saisonal oder an bestimmten Orten auftreten. Ein Symptomtagebuch kann solche wiederkehrenden Muster sichtbar machen. Einseitiger, übel riechender Ausfluss kann vor allem bei Kindern auf einen Fremdkörper in der Nase hinweisen. Länger anhaltende Verstopfung hat außerdem mögliche Ursachen wie Medikamente, Polypen oder eine veränderte Nasenscheidewand.

Alltag

Was die Nase entlastet

Kochsalzsprays können die Schleimhaut befeuchten. Eine Nasendusche kann Sekret lösen, wenn sie korrekt angewendet und nach Herstellerangaben hygienisch gereinigt wird. Verwenden Sie dafür geeignetes Wasser und die vorgesehene Salzkonzentration. Sanftes Naseputzen ist besser als hoher Druck. Wer die Nase hochzieht, schadet den Nebenhöhlen dadurch nicht automatisch.

Trinken Sie nach Durst und vermeiden Sie Tabakrauch. Lüften kann trockene, verbrauchte Raumluft verbessern. Sehr heiße Dampfbäder sind nicht nötig und können zu Verbrühungen führen. Um andere bei einem Infekt zu schützen, entsorgen Sie Taschentücher direkt und waschen Sie anschließend die Hände.

Alltag

Beratung zu Nasensprays

Abschwellende Nasensprays können kurzfristig das Atmen erleichtern, dürfen aber nur begrenzte Zeit verwendet werden. Bei zu langer Anwendung kann die Schleimhaut dauerhaft anschwellen. Die Apotheke berät zur passenden Anwendung und zu Einschränkungen, etwa bei Kindern, Schwangerschaft, Bluthochdruck, Augenerkrankungen oder anderen Medikamenten. Bei vermuteter Allergie kann dort auch geklärt werden, ob ein antiallergisches Präparat infrage kommt oder zunächst eine Untersuchung sinnvoll ist.

Ärztlich abklären

Wann ärztlicher Rat sinnvoll ist

Eine Untersuchung ist ratsam, wenn Schnupfen ungewöhnlich lange anhält, häufig wiederkehrt oder den Schlaf dauerhaft beeinträchtigt. Starke Gesichtsschmerzen, hohes Fieber, Beschwerden nur auf einer Seite, wiederholtes Nasenbluten oder ein deutlich reduzierter Geruchssinn gehören ebenfalls abgeklärt. Bei Säuglingen kann eine stark verstopfte Nase Trinken und Atmen erheblich erschweren; holen Sie dann früh Rat ein.

Schwellungen um die Augen, Sehstörungen oder starke Kopfschmerzen mit Nackensteife benötigen rasche medizinische Hilfe. Bei Atemnot oder schnell zunehmender Schwellung von Gesicht, Mund oder Rachen rufen Sie 112.

Quellen und weiterführende Informationen

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