Atemwege & Infektionen

Gürtelrose

Gürtelrose verursacht meist einseitige Nervenschmerzen und Bläschen und sollte frühzeitig ärztlich behandelt werden.

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Person ruht auf einem Bett
Ruhe und Schonung unterstützen die Heilung bei Gürtelrose. Foto: Jon Tyson / Unsplash

Erkennen

Reaktivierte Windpockenviren

Gürtelrose, auch Herpes zoster genannt, entsteht, wenn Varizella-Zoster-Viren nach einer früheren Windpockenerkrankung wieder aktiv werden. Häufig beginnen die Beschwerden mit Brennen, Kribbeln, Berührungsempfindlichkeit oder Schmerzen in einem begrenzten Hautgebiet. Danach erscheinen gruppierte Bläschen auf gerötetem Grund, meist nur auf einer Körperseite. Am häufigsten ist der Rumpf betroffen, möglich sind aber auch Gesicht, Kopf, Ohr oder Genitalbereich.

Die Bläschen enthalten ansteckende Flüssigkeit. Wer weder Windpocken hatte noch dagegen geimpft ist, kann durch direkten Kontakt Windpocken bekommen, nicht Gürtelrose. Nach vollständiger Verkrustung der Bläschen besteht diese Ansteckungsgefahr in der Regel nicht mehr. Schmerzen können jedoch länger bleiben, weil entzündete Nerven noch nach dem Abheilen der Haut empfindlich reagieren.

Ärztlich abklären

Was bis zum Arzttermin wichtig ist

Gürtelrose sollte möglichst am selben Tag ärztlich beurteilt werden. Eine früh begonnene antivirale Behandlung kann besonders bei höherem Risiko, starken Beschwerden oder Befall von Kopf und Hals wichtig sein. Dokumentieren Sie den Beginn des Ausschlags. Kratzen Sie Bläschen nicht auf. Halten Sie den Ausschlag sauber, trocken und möglichst bedeckt, ohne enges oder scheuerndes Material aufzulegen.

Waschen Sie nach Kontakt mit der betroffenen Haut sorgfältig die Hände. Meiden Sie direkten Kontakt zu Schwangeren ohne sicheren Windpockenschutz, Neugeborenen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Teilen Sie keine Handtücher. Kühle, saubere Umschläge können angenehm sein, sollten aber nicht direkt zwischen Personen weiterverwendet werden.

Beratung

Wobei die Apotheke unterstützt

Die Apotheke kann zu geeigneten Wundauflagen, Hautpflege und vorübergehender Schmerzlinderung beraten. Nervenschmerzen sprechen nicht immer auf gewöhnliche Schmerzmittel an und brauchen dann eine ärztlich abgestimmte Behandlung. Tragen Sie keine reizenden Hausmittel oder ungeprüften Cremes auf offene Bläschen auf. Die Beratung ist eine Ergänzung, kein Ersatz für die zeitnahe Untersuchung.

Auch zur empfohlenen Schutzimpfung gegen Gürtelrose kann die Apotheke informieren. Sie behandelt keine bereits bestehende Erkrankung, kann aber das spätere Erkrankungsrisiko bestimmter Alters- und Risikogruppen senken.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Alltag

Wann besondere Eile besteht

Bläschen oder Schmerzen an Stirn, Nase, Auge oder Ohr erfordern noch am selben Tag ärztliche Hilfe. Das gilt auch bei Sehstörungen, rotem Auge, Hörminderung, Schwindel, Gesichtsschwäche, ausgedehntem Ausschlag, hohem Fieber oder geschwächter Immunabwehr. Anhaltende Schmerzen nach Abheilen der Haut sollten behandelt werden, damit eine passende Schmerztherapie begonnen werden kann.

Bei Bewusstseinsstörung, neuen Lähmungszeichen oder schwerer Allgemeinerkrankung rufen Sie 112.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

Fragen Sie einen persönlichen Beratungstermin in unserer Apotheke an.

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