Atemwege & Infektionen

Norovirus

Noroviren verursachen plötzliches Erbrechen und Durchfall, wobei konsequente Flüssigkeitszufuhr und Hygiene besonders wichtig sind.

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Hände mit Seifenschaum beim Händewaschen
Gründliches Händewaschen schützt vor Ansteckung. Foto: Matthew Tkocz / Unsplash

Erkennen

Plötzlicher Magen-Darm-Infekt

Noroviren sind sehr ansteckend und lösen oft unvermittelt heftigen Durchfall und schwallartiges Erbrechen aus. Bauchkrämpfe, Übelkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen und leichtes Fieber können hinzukommen. Meist bessern sich die akuten Beschwerden nach wenigen Tagen. Gefährlich werden kann vor allem der Verlust von Wasser und Salzen, besonders für Säuglinge, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen.

Eine sichere Zuordnung nur anhand der Symptome ist nicht möglich. Auch andere Viren, Bakterien, verdorbene Lebensmittel oder Medikamente kommen als Ursache infrage. Blutiger Durchfall, starke örtlich begrenzte Bauchschmerzen oder hohes Fieber sind für einen unkomplizierten Norovirus-Infekt weniger typisch und gehören abgeklärt.

Alltag

Flüssigkeit und Hygiene

Trinken Sie häufig kleine Schlucke. Nach jedem Erbrechen kurz zu warten und dann langsam weiterzutrinken ist oft besser verträglich als ein großes Glas auf einmal. Sobald Appetit besteht, sind leichte gewohnte Speisen möglich. Strenge Nulldiäten helfen nicht. Säuglinge sollten weiter gestillt werden.

Waschen Sie die Hände gründlich mit Wasser und Seife, besonders nach dem Toilettengang, nach dem Reinigen von Erbrochenem und vor dem Essen. Erkrankte sollten keine Speisen für andere zubereiten und eigene Handtücher verwenden. Reinigen Sie verschmutzte Flächen und Wäsche sorgfältig. Beim Aufwischen von Erbrochenem sind Einmalhandschuhe sinnvoll. Ein übliches Händedesinfektionsmittel wirkt nicht automatisch ausreichend gegen Noroviren; achten Sie auf die ausdrücklich ausgewiesene Wirksamkeit. Da Viren noch nach dem Abklingen ausgeschieden werden können, bleibt Hygiene weiterhin wichtig.

Beratung

Beratung in der Apotheke

Die Apotheke kann geeignete Elektrolytlösungen empfehlen und erklären, wie sie korrekt zubereitet werden. Selbst gemischte Lösungen können ein ungünstiges Verhältnis von Salz und Zucker haben. Mittel gegen Durchfall oder Übelkeit sind nicht für jede Person geeignet und bei Kindern besonders zurückhaltend einzusetzen. Besprechen Sie Vorerkrankungen und andere Medikamente, deren Aufnahme durch Erbrechen oder Durchfall beeinträchtigt sein kann.

Bringen Sie mit, was Sie schon verwenden

Ihre aktuellen Arzneimittel, Vorerkrankungen und offene Fragen – im Gespräch klären wir gemeinsam, was zu Ihnen passt.

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Ärztlich abklären

Wann ärztliche Hilfe gebraucht wird

Holen Sie früh Rat ein, wenn ein Säugling, ein gebrechlicher älterer Mensch oder eine immungeschwächte Person betroffen ist. Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel sind trockener Mund, sehr wenig oder dunkler Urin, eingesunkene Augen, Schwindel, ungewöhnliche Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit. Ärztliche Abklärung ist auch bei Blut im Stuhl, starken Schmerzen, hohem Fieber, anhaltendem Erbrechen oder fehlender Besserung nötig.

Bei Bewusstseinsstörung, Kreislaufkollaps oder schwerer Schwäche mit kaum ansprechbarer Person rufen Sie 112.

Quellen und weiterführende Informationen

Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikation?

Fragen Sie einen persönlichen Beratungstermin in unserer Apotheke an.

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