Schmerzen & Bewegung

Sportverletzungen

Sportverletzungen reichen von Überlastungsbeschwerden bis zu akuten Schäden an Muskeln, Bändern, Gelenken oder Knochen und erfordern eine angepasste Ersteinschätzung.

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Läufer mit Kniebandage
Nach Verletzungen langsam wieder ins Training einsteigen. Foto: Danielle-Claude Bélanger / Unsplash

Erkennen

Akut oder durch Überlastung

Akute Sportverletzungen entstehen bei einem klaren Ereignis, etwa Umknicken, Zusammenstoß, Sturz oder abruptem Sprint. Ein sofortiger stechender Schmerz, ein Knacken, schnelle Schwellung oder Funktionsverlust können auf eine stärkere Verletzung hinweisen. Überlastungsbeschwerden entwickeln sich eher schleichend. Schmerzen treten zunächst nur beim Training auf, später eventuell auch im Alltag. Betroffen sein können Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen.

Von außen lässt sich nicht immer erkennen, ob Gewebe nur gereizt, angerissen oder vollständig gerissen ist. Auch ein Knochenbruch kann ohne auffällige Fehlstellung bestehen. Ein Kopfstoß verdient besondere Aufmerksamkeit: Kopfschmerz, Übelkeit, Erinnerungslücke, Benommenheit oder Gleichgewichtsprobleme passen zu einer Gehirnerschütterung. Die betroffene Person darf am selben Tag nicht zum Sport zurückkehren.

Dokumentieren Sie Unfallhergang und Zeitpunkt, besonders bei Wettkämpfen oder Training in einer Gruppe. Die Richtung einer Verdrehung, ein hörbares Geräusch und die Geschwindigkeit der Schwellung helfen der späteren Untersuchung. Videoaufnahmen können nützlich sein, wenn sie ohnehin vorhanden sind.

Alltag

Erste Schritte am Unfallort

Beenden Sie die Belastung und schützen Sie die verletzte Stelle. Bei Schwellung können vorsichtiges Kühlen, Hochlagern und leichter Druck durch einen geeigneten Verband helfen. Kälte gehört nie direkt auf die Haut. Ein Verband darf nicht so eng sein, dass Finger oder Zehen kribbeln, blass werden oder auskühlen. Versuchen Sie nicht, ein fehlgestelltes Gelenk selbst einzurenken. Bei Verdacht auf Kopf, Hals oder Wirbelsäule sollte die Person möglichst wenig bewegt werden, außer die Umgebung ist gefährlich.

Schmerzmittel können die Einschätzung und eine zu frühe Belastung beeinflussen. Entzündungshemmende Mittel sind zudem bei Magen-, Nieren- und bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie zusammen mit Blutverdünnern problematisch. Lassen Sie die Auswahl in der Apotheke prüfen. Schmerzfreiheit durch ein Medikament bedeutet nicht, dass die verletzte Struktur wieder belastbar ist.

Alltag

Sicher zurück zum Sport

Leichte Verletzungen dürfen nach der akuten Phase schrittweise bewegt werden, solange die Beschwerden nicht deutlich zunehmen. Für die Rückkehr sollten Beweglichkeit, Kraft und sporttypische Abläufe kontrolliert möglich sein. Ein starres Datum ist weniger aussagekräftig als die Funktion. Zu frühes Training erhöht das Risiko einer erneuten Verletzung.

Eine dringende Untersuchung ist nötig bei Fehlstellung, rascher großer Schwellung, nicht möglicher Belastung, blockiertem Gelenk, deutlicher Schwäche oder Taubheit. Nach einem Kopfstoß gelten zunehmende Schläfrigkeit, wiederholtes Erbrechen, Krampfanfall, ungleiche Pupillen und zunehmender Kopfschmerz als Notfallzeichen. Auch Brustschmerz, Atemnot oder Kollaps beim Sport erfordern sofortige Hilfe.

Quellen und weiterführende Informationen

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